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Pressebericht 17.01.2020
Trostberg:Nun haben sich auch die Trostberger Freien Wähler (FW) für die Kommunalwahl am 15. März startklar gemacht: Der Ortsverband schickte am Dienstagabend in seiner Nominierungsversammlung im Postsaal-Gewölbe 24 Kandidaten und zwei Ersatzkandidatinnen für die Stadtratsmandate ins Rennen. 14 stimmberechtigte FW-Mitglieder gaben ihr Votum ab, 14 mal gab’s ein Ja. Zum zweiten Mal in Folge seit der Kommunalwahl 2014 verzichten die Freien Wähler auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten.
FW-Ortsvorsitzende Eva Gröbner freute sich, dass die Kandidatenliste voll geworden ist. Es sei eine starke Liste, in der Geschlechter, Berufe und Ortsteile ausgewogen vertreten seien. Franz Xaver Obermayer, Eva Gröbner und Alois Kellner sitzen derzeit für die Freien Wähler im Stadtrat, alle drei wollen es noch einmal wissen und treten erneut an.
Den längsten kommunalpolitischen Atem beweist dabei Obermayer: Seit 42 Jahren ist er Stadtratsmitglied, seit 24 Jahren sitzt er im Kreistag. Gröbner blickt bereits auf 18-jähriges Engagement im Stadtrat zurück. Seit zwölf Jahren gehört Kellner zur FW-Fraktion; er will sich auch für den Kreistag bewerben. Er sieht den Pluspunkt der Freien Wähler, keinem großen Parteizwang unterlegen zu sein.
Seine 42-jährige Tätigkeit in der Kommunalpolitik sah Obermayer auch als Anreiz für die jüngere Generation, sich zu engagieren. Von sich selbst sagte der FW-Fraktionschef im Stadtrat, in Trostberg als "Neinsager" bekannt zu sein. Das finde er jedoch nicht tragisch. Tragisch sei vielmehr, dass ihm bei Beschlussvorlagen, gegen die er im Stadtrat stimmt, nach Jahren die Wirklichkeit Recht gebe. Dann sei aber nichts mehr zu ändern.
Die Trostberger Freien Wähler stellen zwar keinen Bürgermeisterkandidaten, das Pfund seiner Fraktion sah Obermayer jedoch darin, dass sie Themen in den Stadtrat einbringen, die den Bürgern unter den Nägeln brennen. Dabei gehöre zur Arbeit im Stadtparlament dazu, auch einmal etwas zu sagen, was nicht populär ist.
Obermayer bedankte sich im Namen der Fraktion bei den Stadtratsbewerbern für deren Bereitschaft, zu kandidieren. "Ihr seid die Hauptpersonen in der heutigen Versammlung."
Breit gefächert ist das ehrenamtliche und soziale Engagement der Kandidaten. So arbeitet etwa FW-Ortsvorsitzende Gröbner im Schwerbehindertenbereich der Lebenshilfe in Altenmarkt. Ursula Reichl und Max Saunar sind in der Feuerwehr aktiv. Georg Bankl engagiert sich bei der Trostberger Tafel und wie Hubert Prechtl bei den Maltesern. Gerlinde Gröbner gehört in Heiligkreuz dem Kindergottesdienstteam an.
Stellvertretender Landrat und FW-Landratskandidat Andreas Danzer, der die Wahl der Stadtratsanwärter leitete, attestierte den Trostberger Freien Wählern eine Liste mit guten Leuten. Der 47-jährige Grabenstätter, der Kreisvorsitzender der Freien und Unabhängigen Wähler ist, verdeutlichte, was diesen politischen Gruppierungen wichtig ist: Im Gegensatz zu den anderen Parteien seien sie unabhängig. Die Freien Wähler sind keine Partei, "in der Themen von oben aus nach unten durchgedrückt werden". Die Ortsverbände stünden im Vordergrund, nicht der Kreisverband. "Die Wurzeln sind bei uns kommunalpolitisch geprägt." Die Freien Wähler seien bürgernah und sachbezogen orientiert.
Für den Kommunalwahlkampf planen die Trostberger Freien Wähler in jedem Ortsteil Versammlungen. Zudem wollen sie mit zwei Infoständen auf sich aufmerksam machen. Die Termine sind noch nicht bekannt. – fam
Bildtext: Der Wahlkampf kann kommen: Stellvertretender Landrat Andreas Danzer (links) gratulierte (ab Zweiter von links) Horst Steiner, Marcel Hundsberger, Martina Stinn, Franz Xaver Obermayer, Alois Kellner, Florian Knott, Engelbert Gasteiger, Georg Bankl, Hubert Prechtl, Martin Thaler, Kerstin Klinger, Gerhard Wurm, Eva Gröbner, Martin Planthaler, Gerlinde Gröbner, Florian Daschiel, Max Saunar, Ursula Reichl und Rudolf Weber zu deren Nominierung als Stadtratskandidaten. − Foto: fam